Fragen

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Wir wurden gefragt.


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1. Wird es auch einen Zugang zum Bedingungslosen Grundwissen für Menschen ohne Internetverbindung geben?

Ja. Mit verschiedenen Vermittlungsstrategien haben wir uns auseinandergesetzt, um die Menschen zu erreichen, die das BGW nutzen wollen. Das Internet wäre derzeit ein erster Schritt, mit dessen Hilfe einerseits eine Community zur Entwicklung des Wissensspeichers gebildet und andererseits den Nutzern jederzeit Zugang verschafft werden kann. Wirkungsvoll ist jedoch auch die begonnene Etablierung von Kooperationen mit Vereinen und Organisationen, die sich beispielsweise in der Entwicklungszusammenarbeit in noch unterversorgten Gebieten einsetzen, um das Grundwissen weiterzugeben.

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2. In Regionen, wo Hunger und Armut vorherrschen, besteht doch vor allem ein mangelnder Zugang zu Land, Wasser, Saatgut – materiellen Bedingungen. Inwiefern kann hier eine virtuelle Bereitstellung helfen, wo es an den realen Voraussetzungen fehlt, auch nur einfache Technologien umzusetzen?

Erreicht das Grundwissen die Menschen, kann es zwar materielle Bedingungen nicht überwinden, aber es kann doch dazu beitragen, effiziente Wege für Verfahren zu eröffnen, die minimale materielle Anforderungen haben. So können zumindest durch diese reduzierten Anforderungen gewisse Bedürfnisse erfüllt werden.

Dass Menschen nicht über einen technologischen Zugang zum Internet verfügen und nicht digital auf das Grundwissen zugreifen können, ist ein berechtigter Punkt, der auch auf nahezu eine Milliarde Menschen zutrifft, die an Hunger und fehlender Grundversorgung leiden. Gerade diese Menschen stehen durch Armut am Rand der Welt-Gesellschaft. Die Initiative um ein Bedingungsloses Grundwissen alleine, kann diesen Missstand nicht beheben. Es kann nur in einer gemeinschaftlichen Anstrengung mit anderen Initiativen seine Wirkung für diese Zielgruppe entfalten, zumal es durch die Bereitstellung auf Effizienz geprüfter Verfahren Hilfsorganisationen ihre Arbeit erleichtern wird.

In naher Zukunft wird jedoch ein Paradoxon sichtbar werden. Da die Industrienationen in der Lage sind, durch Automatisierungen die Kosten zu reduzieren, wird technologischer Fortschritt auch die sogenannten unterentwickelten Länder erreichen. Menschen, die damit über Technologien verfügen, um das Internet zu nutzen, könnten dennoch Opfer fehlender Grundversorgung sein. So wird zwar Zugang zum Internet, aber nicht unbedingt zu einer Grundversorgung bestehen.

Die National Science Foundation erwartet, dass im Jahr 2020 über fünf Milliarden Menschen Zugang zum Internet haben werden. Nach Angaben der UN verfügen am Ende dieses Jahres (2014) bereits drei Milliarden Menschen über einen Internetzugang. Zweidrittel der Nutzer werden in Entwicklungsländern leben. Insgesamt werden 44 Prozent der Haushalte weltweit über einen Internetzugang verfügen.

 


The world will have nearly three billion Internet users by the end of 2014,

with two-thirds of them from the developing world,

and mobile-cellular subscriptions will reach almost seven billion by the year end.

UNITED NATIONS


Es gibt zahlreiche Initiativen und Ansätze, die schon bis zum Ende dieses Jahrzehnts einiges bewirken dürften. So zum Beispiel bereitet Google derzeit ein Projekt vor, das weltweit Internet bereitstellen will.

 

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Quelle: O3b Networks

Details zur Studie der Vereinten Nationen findest Du hier: http://articles.economictimes.indiatimes.com/2014-05-06/news/49661552_1_internet-subscriptions-itu

Details zum Vorhaben von Google zur Bereitstellung von Internet findest Du hier: http://www.scientificamerican.com/article/google-invests-billions-on-satellites-to-expand-internet-access/

Details zu Vorhersagen über die Entwicklung des Internets bis 2020 findest Du hier: http://www.networkworld.com/article/2238913/wireless/10-fool-proof-predictions-for-the-internet-in-2020.html


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